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Zum Leben zu wenig Altersarmut

NEU: Zum Leben zu wenig
Altersarmut

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Ein Film von: Vanessa Hartmann, 2016, 30 Min.

Einsatz: Allgemeinbildende Schule: Gemeinschaftskunde & Ethik, Berufliche Schule, Uni/FH Soziologie, Gerontologie, Sozialarbeit, Sozialwesen, außerschulische Jugendbildung, Erwachsenenbildung

Signaturen: 4677545 (DVD), 4960275 (Online)

Altersfreigabe: Infoprogramm gemäß § 14 JuschG

 

Mal Zeitung lesen im Café ist für Lore K. nur drin, weil sie drei Nebenjobs hat. Aber wie lange kann die 72-jährige das noch machen? 35 Jahre lang hat Lore K. als Arzthelferin gearbeitet, eine Zeit lang in Teilzeit, weil sie die Töchter groß gezogen hat. Und nun, mit 72 Jahren, ist sie weiterhin auf Arbeit angewiesen, um auch mal einen Kaffee trinken gehen zu können oder den Enkeln Geschenke zu machen.

 

Als geschiedene Frau gehört sie zu den derzeit mit am stärksten von Altersarmut Betroffenen. Obwohl es bis heute gesellschaftlich gewollt ist, dass Frauen für die Kinderbetreuung zuständig sind und beruflich zurückstecken, werden sie im Rentenalter für Erziehungsauszeiten, Teilzeitarbeit und die schlechtere Bezahlung typischer Frauenberufe bestraft.

 

Aber gleich wer betroffen ist: Im Alter nichts zu haben, wiegt besonders schwer. Denn am offiziellen Ende des Erwerbslebens kann man sich aus eigener Kraft kaum noch aus der Armut befreien. Hinzu kommt die Scham über die finanzielle Lage. Viele werten es als persönliches Versagen und nicht als strukturellen Fehler unseres Rentensystems. Vielleicht war ich nicht fleißig genug, habe nicht genug geleistet oder hätte mich mehr anstrengen müssen?

 

Auch ist die Zahl der Hilfebedürftigen schwer auszumachen. Betroffene, die Anspruch auf die sogenannte Grundsicherung im Alter, eine Art Sozialhilfe für bedürftige RenterInnen, hätten, bleiben oft dem Sozialamt fern. Sie wollen nicht als Bittsteller auftreten oder haben Angst, die Kinder könnten zur Sicherung des Einkommens heran gezogen werden. Fakt ist aber, dass die Zahl der von Armut bedrohten über 65-Jährigen kontinuierlich steigt und zu einem Massenphänomen anwächst.

 

Dieser informative Film stellt fünf Menschen in Altersarmut vor. Sie gewähren uns einen Einblick in ihren Alltag am Rande des Existenzminimums.

 

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Beschreibung

Im Alter nichts zu haben, wiegt besonders schwer. Denn am Ende des Erwerbslebens kann man sich daraus kaum noch befreien. Hinzu kommt die Scham über die eigene Lage. Der Film porträtiert fünf Menschen und zeigt auf, was es bedeutet am Rande des Existenzminimums zu leben.