Das Gehoerlosendorf DVD

Das Gehörlosendorf

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Ein Film von: Dieter Gränicher, 2012, 52 und 79 Min. (Kurz- und Langfassung)
Einsatz: Aus- und Weiterbildung soziale Berufe, insbesondere Heilerziehungspfleger, Erwachsenenbildung, außerschulische Bildungsarbeit, Schule
Signaturen: 4672483 (DVD), 5561776 (Online)
Altersfreigabe: Infoprogramm gemäß § 14 JuSchG
 
Gehörlose sind nicht stumm. Sie reden und sind Meister im Lippenlesen. Untereinander sprechen sie jedoch eine andere Sprache: Finger, Hände, Arme formulieren Worte und Sätze, die Mimik unterstreicht die Botschaft, Blicke und Berührungen schlagen den Bogen zum Gegenüber. Wer mit Gebärden kommuniziert, bringt sich auf sehr direkte Weise ein. Das prägt das Zusammenleben.
 
Der Dokumentarfilmer Dieter Gränicher macht sich im Frühling 2011 auf, die Welt der Gehörlosen zu erkunden. Einen Monat lang lebt er in einer Institution im Zürcher Oberland, in der Gemeinschaft des Gehörlosendorfes in Turbenthal. Arbeit, Wohnen, Freizeit – die Strukturen sind klar definiert. Aber es gibt viel Raum für individuelle Entwicklung sowie ein unterstützendes Netz von Betreuerinnen und Betreuern.
 
Dieter Gränicher begleitet die häufig mehrfach behinderten, zum Teil auch psychisch kranken Bewohnerinnen und Bewohner in ihrem Alltag – als aufmerksamer, mit zunehmender Vertrautheit immer näher rückender Beobachter. Er begegnet Momenten von großer Unmittelbarkeit: Freude und Nachdenklichkeit, Streit und Flirt, Ausgelassenheit und Versunkenheit.
 
Der sehr persönlich gehaltene Film schildert die Differenziertheit und Lebendigkeit der Gebärdensprache. Er porträtiert eine Gemeinschaft von Menschen, welche ihre behinderungsbedingten Grenzen immer wieder mit großer Ausdruckskraft überwinden und das Gegenüber berühren.
 
Filmfassungen:

Auf der DVD befinden sich sowohl die Kino- (79 Min.) als auch die TV-Version (52 Min). Sie finden zudem englische und französische Fassungen des Films.
 
Statements:

„Unter den Bewohnern entstehen Beziehungen in einem kleinen, engen Kreis, Ich komme von außen dazu, ich kann sie mehr fördern und Farbe in ihr Leben geben. Ich kann die Gemeinschaft lebendiger machen.“
 
Andreas Blaser, Betreuer, gehörlos

„Als ich nach meinem Zusammenbruch hier im Gehörlosendorf begann, arbeitete ich zuerst in der Montage. Die ersten 3, 4 Monate begann ich langsam und fing später wieder als Schreiner zu arbeiten an. Bis jetzt geht es sehr gut. Das Problem ist aber der Kontakt. Da stehe ich immer an. Auch mit den Hörenden ist es schwierig. Ich muss mich immer durchkämpfen! Es ist ein Lebenskampf!“
 
Heinz Lörtscher, Schreiner, gehörlos

„Seit ich mit Gehörlosen arbeite, ist mir klar geworden, wie viel ich nebenher aufnehme, ohne dass ich es bewusst mache. Ich merkte, dass ein gehörloser Mensch darauf angewiesen ist, sich alles direkt zu holen. Er muss jemanden anschauen. Er bekommt nicht einfach so mit, was gesprochen wird. Er ist auf direkte Kommunikation angewiesen.“
 
Patricia Remitschka, Betreuerin, hörend

„Mir gefällt es, mit der Erde schöne Sachen zu machen: Der Geruch, die Verschiedenartigkeit der Dinge, das Feine, auch das Harte und die Vielfältigkeit. Wenn alles wächst und groß wird, wunderbar ist und aufgeht und in verschiedensten Farben alles blüht, dann ist es herrlich!“

Larissa Perrenoud, Gärtnerin, gehörlos
 
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Beschreibung

Der Film erkundet die Welt der Gehörlosen: Er begleitet die häufig mehrfach behinderten, zum Teil auch psychisch kranken Bewohnerinnen und Bewohner in ihrem Alltag. Sie sehen Momente von großer Unmittelbarkeit und lernen die Lebendigkeit der Gebärdensprache kennen.